Die aGVZO …

… behindert mein Sexualleben.

Für alles gibt es Regelungen. Einfach für alles.
Am meisten stört mich die aGVZO. (allgemeine Geschlechtsverkehrszulassungsordnung). Ich sehe darin eine Diskriminierung des Individuums im Allgemeinen und im Speziellen. Im Speziellen ganz besonders. Es fängt schon bei §1 an.

§1 Abs.1 Satz1: Die sexuelle Annäherung zweier Individuen unterschiedlichen Geschlechts ….
Ja, wo leben wir denn? Kann es dem Gesetzgeber nicht völlig egal sein, ob ich mein Balzverhalten mit vorsichtigen Annäherungen oder mit dem direkten Satz „Gehen wir aufs Zimmer?“ einleite? Dabei sollte mir dann auch freigestellt sein, ob es sich um ein oder zwei Individuen handelt, und auch die Geschlechtsfrage regele ich lieber nach meiner Facon.
Ein Paragraph, schon drei Fehler gefunden.

§2 Macht es auch nicht besser: Falsch parken.
Ein Auszug aus §2Abs.1Satz3: Häufig wechselnde Parkgelegenheiten sind nicht wünschenswert, des weiteren ist darauf zu achten, dass die Parkmöglichkeit optimal zum Gefährt passt.
Die Frage der Parksituation gesetzlich zu regeln scheint mir schier unmöglich. Ich wohne in einer Stadt und es ist mir noch nie gelungen, dauerhaft den gleichen Parkplatz zu erwischen. Das hat sich natürlich eingeprägt und sich auch auf mein intimes Verhalten ausgewirkt. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier.

§3: Geschwindigkeit. „Es ist darauf zu achten, den Akt in einer angemessenen Geschwindigkeit zu vollziehen …“ So, und jetzt will ich denjenigen kennenlernen, der daneben steht und die Zeit stoppt. Einerseits schafft diese Regelung eine große Zahl neuer Arbeitsplätze, andererseits halte ich sie für stark gesundheitsgefährdend. A Quickie a day keeps the Doctor away. Ich halte mich seit Jahren peinlich genau an diesen Grundsatz und erfreue mich bester Gesundheit. Möglicherweise komme ich also mit einem ärztlichen Attest um diesen Paragraphen herum. Schon allein aus Sorge darum, dass der Männerschnupfen sich zur Epidemie ausbreiten könnte, werde ich auch auf keinen Fall von meiner Strategie abweichen. Gleiches empfehle ich euch.

§4 haut dem Fass den Boden raus: Örtlichkeiten und zeitliche Gegebenheiten sind dem anzüglichen Vorhaben anzupassen, Räumlichkeiten sind dabei verschlossen zu halten, eine Vollziehung während allgemeiner betrieblicher Hochzeiten ist nicht zulässig.
Was soll ich dazu noch sagen? Ich kann nicht von einem anzüglichen Vorhaben sprechen, für gewöhnlich ziehe ich mich aus. Auch habe ich ein Problem mit verschlossenen Räumlichkeiten, denn frische Luft tut mir gut. Und dass in dieser Phase Hochbetrieb herrscht, ist doch sowieso klar!

Mein Fazit dieses völligen Blödsinns: Wer verkehrt verkehrt, verkehrt verkehrt. Wer nicht verkehrt, macht‘s ganz verkehrt!

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