Stop Menschenhandel

Preiskämpfe auf dem Erotik- Markt sind wie überall an der Tagesordnung. Konkurrenz belebt das Geschäft und ist auch gut, aber wir wollen einfach mal erklären, woher diese starken Preisunterschiede kommen und was Mann für sein Geld bekommt.

Man kann es mit quasi jedem Wirtschaftszweig vergleichen. Nehmen wir einfach mal einen billig 3D-Fernseher aus der Massenproduktion gegen ein High End Gerät. Der billige Fernseher, zusammengebastelt aus minderwertigen elektronischen Bausteinen, wird niemals die gleiche Bild- und Tonqualität liefern wie das High End Produkt. Da kann man verdammt lange auf das ultimative Kino Erlebnis warten.

Wir haben also die Wahl, Geld zu sparen, dafür aber auch Abstriche bei Spaß und Genuss zu machen, oder aber etwas mehr auszugeben, und dafür qualitativ Hochwertiges zu bekommen Qualität hat nun mal ihren Preis.

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Für diesen Preis bekommt man schöne Erlebnisse in einer sauberen, angenehmen Umgebung. Frauen, die auf eigene Rechnung und vor allem auch freiwillig arbeiten, können Dir sehr viel mehr bieten und es ist ihnen immer daran gelegen, dass es Dir gut geht und Du zu Deinem Genuss kommst. Alles was diese Frauen tun, machen sie freiwillig, sie haben sich bewusst dazu entschieden und empfangen Dich als ihren Gast gern.

 

Auf der anderen Seite steht die Low Cost Variante, die leider viel zu oft in Anspruch genommen wird. Wir wollen an dieser Stelle das Bewusstsein dafür schärfen, was hinter diesen Preisen steht.

zwangsprWie überall rechnet sich der Preis über die Masse. Fließbandarbeit im Stundentakt. Im Gegensatz zu freiwillig arbeitenden Frauen haben diese Frauen keine Zeit und oft auch keine Gelegenheit, sich auszuruhen oder frisch zu machen. Weitaus schlimmer ist aber der Zwang, der dahinter steht. Jeder Mann, der solche „Angebote“ nutzt, sollte sich darüber im Klaren sein, dass er damit den Menschenhandel unterstützt. Junge Frauen, übrigens zu 90% nicht deutscher Herkunft und oft noch minderjährig. Sie müssen oft zusammengepfercht in kleinen Wohnungen leben und arbeiten, werden gewaltsam zu ihrem Tun gezwungen und müssen jeden verdienten Cent abgeben. Das ist moderne Sklaverei. Jedes Jahr werden ca. 1500 Opfer registriert, es ist davon auszugehen dass die Dunkelziffer um ein Vielfaches höher ist. Frauen, die solche Torturen erleiden müssen, sind für ihr Leben gezeichnet, sie werden nie wieder einen normalen Umgang zu Männern haben können, sie haben unvorstellbare Schmerzen und in den allermeisten Fällen haben sie keine Chance, ihr Trauma zu überwinden. Jeder, der das unterstützt, sollte wissen, dass er eine Mitschuld trägt am Leid der Frauen.

Wir müssen auch darauf hinweisen, dass dabei weder auf Hygiene noch auf Gesundheit geachtet wird, und somit ist es für alle gefährlich.

Um es noch mal ganz klar auf den Punkt zu bringen:

Wir fürchten keine Konkurrenz. Wir tun gern was wir tun und wir machen es gut.

Aber wir sind

GEGEN AUSBEUTUNG

GEGEN MENSCHENHANDEL

Und

GEGEN GEWALT

Eine Frau ist immer eine Frau, egal wo sie her kommt, und sie hat auch immer das Recht, als solche behandelt zu werden. Nämlich anständig und mit Respekt.zwangsprostitution

Menschenhandel zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung:

bezeichnet die Praxis, dass (meistens) Frauen zur Prostitution gezwungen werden. Dies geschieht mit psychischer und physischer Gewalt.
Wenn Du der Meinung bist, dass eine Prostituierte zu ihrem Handeln gezwungen wird, dann unterrichte bitte sofort die zuständigen Behörden.
Wenn Du selber zur Prostitution gezwungen wirst, und Dich nicht gerne an die Polizei wenden möchtest, dann wende Dich bitte an eine der Einrichtung, die Prostituierten hilft.

Du kannst Dir sicher sein, dass Du auf verständnisvolle Menschen triffst, die Deine Angaben absolut vertraulich behandeln und Dich bestmöglich beraten.

Hier ein paar mögliche Kontaktadressen zum Thema Zwangsprostitution:

Ermittlungsbehörde: wende Dich bitte an das nächste Polizeirevier

Bremer Opfer-Notruf
für Opfer von Straftaten
Vermittlung von Opferhilfeeinrichtungen
Fon: 0800 – 28 00 11 0
(Tag und Nacht kostenfrei)

Weisser Ring
Verein zur Unterstützung von Kriminalitätsopfern
Fon: 0421 – 32 32 11

Beratungsstelle für Betroffene von Menschenhandel und Zwangsprostitution (BBMeZ)
Verein für Innere Mission in Bremen
Blumenthalstraße 10
28209 Bremen
Fon: 0421-34 96 739
Email: bbmez@inneremission-bremen.de

Diakonisches Werk Bremerhaven e.V.,
27576 Bremerhaven,
Fon: 0471-8 30 01

Treffpunkt und Beratungsstelle für Prostituierte
Nitribitt e.V.
Postanschrift: Stader Str. 1, 28205 Bremen
Fon: 0421 – 44 86 62
Email: nitribitt_ev@web.de
Internet: nitribitt-bremen.de